Wasser: Ein Problem von allen Seiten

Das Eindringen von Wasser kann nicht nur immense Schäden am Haus und der Inneneinrichtung anrichten. Im schlimmsten Fall kann es auch zum Einsturz eines Gebäudes führen. Wer das verhindern will, muss die verschiedenen Eintrittswege des Wassers kennen.

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Woher kommt das Wasser?

  • Grundwasser über Kellerwände und –sohle
  • Rückstauwasser aus der Kanalisation
  • Grundwasser durch undichte Fugen, Rohrwege und Kabel
  • Oberflächenwasser durch Tür- und Fensteröffnungen sowie Lichtschächte
  • Oberflächenwasser durch die Außenwand

Horrorszenario: Aufschwimmen

Schafft es das Wasser nicht ins Innere zu gelangen, entwickeln sich im Außenbereich Druck- und Auftriebskräfte. Hierfür ist hauptsächlich der erhöhte Grundwasserspiegel verantwortlich, der mit Starkregen einhergeht. Das Grundwasser drückt mit enormer Kraft gegen die Sohle. Übersteigt die Auftriebskraft die Gesamtlast des Gebäudes, kommt es zum Aufschwimmen. Die undurchlässige Bodenschicht oder gar das ganze Haus heben sich an. Das Fundament kann dabei schwer beschädigt werden, der Einsturz des Hauses droht.

Solch kritische Situationen ergeben sich meist in der Bauphase, wenn die Gebäudelast noch gering ist. Deshalb sollte die Fertigstellung der Gründung nicht mit hochwassertypischen Jahreszeiten wie Winter und Frühjahr zusammenfallen. Eine mögliche Flutung des Gebäudes bietet ebenfalls Schutz. Durch eine Flutung mit sauberem Wasser wird im Inneren des Hauses Gegendruck aufgebaut, der die von außen wirkenden Kräfte reduziert. Zudem erhöht das Wasser das Gesamtgewicht. Es gilt: Für jedes hochwassergefährdete Gebäude muss eine statische Überprüfung der Auftriebssicherheit durch den Fachmann vorgenommen werden.